Das erste fränkische Debattierwochenende – ein Bericht

Bericht von Leonie Modra

Zwanzig motivierte Debattierende aus vier fränkischen Städten machten sich am Freitag, dem 08. November 2019, auf in ein kleines Dorf neben Bad Staffelstein, um dort das erste fränkische Debattierwochenende mitzuerleben. Angelockt hatte sie das Versprechen von Debatten, Seminaren, Socials und die Aussicht, die anderen fränkischen Debattierenden kennenzulernen. So erreichten die Clubs das – als Seminarhaus umgebaute – ehemalige Bauernhaus mit viel Vorfreude und Motivation: Das Wochenende konnte beginnen.

Schon in den ersten Kennenlernrunden zeichnete sich ab, wie gut sich die Gruppe verstand: Gemeinsamkeiten wurden entdeckt (Katzen!) und Lösungen für die Gegebenheiten des Hauses (wenige Duschen, merkwürdige Zimmeraufteilungen) problemlos gefunden. So war es keine Überraschung, dass auch die Spaßdebatte (Thema: „Franken: ist Bier besser als Wein?“) und das erste Social nach dem Abendessen (Spaghetti und Tomatensoße) für viel Spaß gesorgt haben.

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Am nächsten morgen bereicherte Anja Dinkel aus Coburg das Programm durch einen Input zu Körpersprache: Nachdem herausgearbeitet wurde, was hierbei zu beachten ist, verbesserten wir unsere Mimik und Gestik in immer schwieriger werdenden Übungen.

Das neu erworbene Wissen wendeten wir direkt an, in einer Debatte mit dem Thema „Dieses Haus bedauert die Existenz von Reality TV“. Dank zwei engagierten Teilnehmerinnen, die schon während der Debatte das Essen (Gemüsesuppe) zubereiteten, konnte der Hunger der Teilnehmenden nach der Debatte schnell gestillt werden. In einer Mittagspause gab es dann die Möglichkeit, sich etwas zu erholen, bevor der zweite Input von Leo Pessl aus Bayreuth begann.

Leo setzte in seinem Input darauf, durch Selbstreflexion und Bearbeitung des „Antreiber-Tests“ die individuellen Stärken und mögliche Schwierigkeiten jedes einzelnen beim Debattieren herauszuarbeiten. Diese Einsicht war für viele Teilnehmende sehr spannend und wurde als hilfreich für zukünftige Debatten empfunden.

Erschöpft und zufrieden mit dem neu erworbenen Wissen schmauste die Gruppe zum Abendessen selbst gemachte Spätzle mit Linsen (danke Marc, Olli, Sven und Laura!) und vergnügte sich in zahlreichen Werwolf-Runden und bei gemütlichen Gesprächen bis in die späte Nacht hinein.

Am Sonntag war nur noch Zeit für einen letzten Input von Sven Bake aus Würzburg: Sven brachte uns näher, was genau mit Framing gemeint ist und wie man Framing überzeugend in die Debatte einbauen kann.

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Danach ging es leider schon ans Aufräumen und Packen – das Wochenende war wie im Flug vergangen. Dank des tatkräftigen Einsatzes der gesamten Gruppe wurde das recht schnell bewältigt und es blieb ausreichend viel Zeit für Feedback und einen persönlichen Abschied.

Aus unserer Sicht war das Wochenende ein großer Erfolg: es war sehr schön für uns zu sehen, wie gut sich alle verstanden haben, wie reibungslos das Programm geklappt hat und wir haben uns sehr über das viele positive Feedback gefreut.

Wir hoffen sehr, dass sich aus dem Wochenende noch viele fruchtbare und spaßige Kooperationen ergeben werden und freuen uns schon auf das (schon in der Planung befindliche) nächste Debattier-Wochenende!

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