Regionalmeisterschaft Würzburg

Bericht von Leonie

Rouven, Max und ich nahmen am 23. – 25. April – dieses Jahr coronabedingt digital – an den Regionalmeisterschaften in Würzburg teil. Am Freitag fand schon die erste Vorrunde statt mit dem Thema: „Schadet Femvertising dem Feminismus mehr als es nutzt?“. Zu unserem Glück waren wir zuerst als Freie Redner*innen dran, sodass es nicht schlimm war, dass wir alle drei von verschiedenen Orten aus teilnahmen. Die Runde lief für uns alle sehr gut und so waren wir voller Motivation für den nächsten Turniertag.

Für den Samstag haben Max und ich uns bei Max zuhause getroffen, Rouven konnte leider nicht dabei sein. Es war schon praktisch, sich auch während der Debatte austauschen zu können und dadurch ist zumindest für Max und mich ein wenig mehr Turnierfeeling entstanden. Für den Samstag waren drei Debatten geplant und dank sehr guter Orga wurde der Zeitplan auch durchgehend eingehalten. Thematisch ging es um das Urheberrecht bei Publikationen, um die vom Bundenfamilienministerium in Auftrag gegebene Serie „Ehrenpflegas“ und um einen Wiedereinstieg in das Atomabkommen mit dem Iran. In allen Runden erzielten wir sehr zufriedenstellende Ergebnisse und fanden uns dann gegen Abend etwas erschöpft nochmals zum Zoom-Social ein.

Das Social-Konzept war kurz gesagt: Warum sich entscheiden, wenn man auch alles haben kann? Folglich fanden wir uns hektisch zu einem Team in Discord zusammen, schätzten in Warp-Geschwindigkeit die Preise für verschiedene Amazon Produkte ein (und lagen teilweise weit daneben; ganz ehrlich: Eine Pfanne für 300,-€ ??), ordneten dann dank Max bis dato unbekannter Inselbegabung mühelos Umrisse zu verschiedenen Ländern zu – dann ging es weiter zu Geoguesser und abgeschlossen wurde alles durch eine schnelle Runde Tabu. Zwar waren wir am Ende völlig erledigt, aber unser Team hatte sich ganz gut geschlagen und landete auf dem geteilten zweiten Platz.

Nach dem Social wurden dann auch die lang ersehnten Turnierergebnisse (der Sogenannte „Break“) verkündet – das Team aus Bamberg hatte es zwar knapp nicht weiter geschafft, allerdings breakte ich überraschend als freie Rednerin. Für mich bedeutete das, dass ich am Sonntag nochmal reden musste, diesmal jedoch ohne mein Team. Als ich das Thema „Sollten wir eine Welt mit vollständigem Public Land Leasing gegenüber dem Status Quo bevorzugen?“ hörte, wusste ich, mein letztes Stündlein hatte geschlagen (verdammt, ein Wirtschaftsthema!) und so endete nach dieser Runde auch für mich das Turnier.

Durch das reibungslos verlaufene Turnier und unseren Erfolg haben wir wieder neuen Schwung für die Debattenabende bekommen und nehmen auch gerne wieder an Turnieren teil – nächstes Mal hoffentlich wieder in Präsenz.